Der Spieltag als Trainer: Aufstellung, Serien, Absprache
Alle spielen ungefähr gleich lang, und du schreibst es am Freitag auf. Dazu: was du sagst, wenn ihr dauernd verliert, und der Satz an den anderen Trainer.
14 Min. Lesezeitvon Patrick Schneider
„Wen stelle ich auf?“ Alle, ungefähr gleich lang, und du schreibst es am Freitag auf. Und wenn ihr dauernd verliert: Prüf zuerst, ob die Mannschaft richtig gemeldet ist, zähl dann etwas anderes als Tore, und wenn ihr vier Gegentore in Folge kassiert, redest du vor dem nächsten Spiel mit dem anderen Trainer. Nicht währenddessen.
Das ist die lange Fassung von Kapitel 13 aus meinem Leitfaden für Elterntrainer. Drei Teile: der einzelne Samstag, der November, in dem ihr dauernd verliert, und der seltenere Fall, dass ihr dauernd gewinnt.
Der Zettel ist das Verfahren
Vor dem Spiel schreibst du auf, wer wann spielt, und dann hältst du dich daran. Eine Entscheidung, die vor dem Anpfiff getroffen wurde, hält dem Spiel stand, auch in der vierzigsten Minute bei 0:3.
Wenn wir mehr Kinder sind, als mitfahren dürfen, frage ich vor dem Spiel, wer draußen bleiben möchte. Dann habe ich eine Stoppuhr, die Kinder haben Rückennummern, und ich stelle in der Regel nach den Nummern auf. Die Kinder bitte ich, sich zu merken, wer als Nächstes rauskommt. Das ist ein faires Rotationsprinzip.
Der Zettel dazu sieht bei einem Spielfest so aus. Eine Zeile je Kind, eine Spalte je Runde, ein Kreuz, wenn es spielt:
| Kind | Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nr. 2 | x | x | x | x | ||
| Nr. 3 | x | x | x | x | ||
| Nr. 4 | x | x | x | x |
Bei einem Ligaspiel in der E-Jugend sind die Spalten keine Runden, sondern Halbzeiten oder Drittel, je nachdem, was bei euch gespielt wird. Der Rest bleibt gleich: Zeile, Spalte, Kreuz.
Am Ende zählst du die Kreuze je Zeile. Wenn irgendwo zwei stehen und woanders fünf, hast du es gesehen, bevor es ein Elternteil sieht. Und du hast es auf Papier, wenn dich jemand fragt. Das Gespräch über Einsatzzeiten führt man mit einem Zettel in der Hand oder gar nicht.
Den Zettel füllst du am Freitagabend aus, nicht am Samstag auf dem Parkplatz. Auf dem Parkplatz weißt du schon, wer fehlt, und dann wird aus dem Plan eine Aufstellung.
Was der Verband dazu vorschreibt
In den Spielfesten auf vier Minitore ist der Wechsel eine Spielregel. Der DFB gibt in seiner Jugendordnung für die G- und F-Jugend „Rotation nach jedem Tor oder nach max. 2 Minuten“ vor (Anhang IV, Stand 21.08.2026). Hessen schreibt für 2026/27 aus, wie das geht: Nach jedem Tor wechseln beide Mannschaften je einen Spieler „in einer festgelegten Reihenfolge“ aus und ein, und fällt drei Minuten lang kein Tor, wird von Hand rotiert. Bayern hat den Satz, der die Reihenfolge festnagelt: „Ein Spieler wird erst ein zweites Mal vom Feld genommen, wenn alle anderen Spieler bereits pausiert haben.“
Die Stellschraube ist deshalb der Kader, nicht die Aufstellung. Hessen sieht im drei gegen drei vier bis fünf Kinder je Mannschaft vor, im vier gegen vier fünf bis sieben. Wer mit neun Kindern zu einem vier gegen vier fährt, hat die Bank vor dem Anpfiff besetzt, und keine Rotation holt das zurück. Die Kaderzahlen für Bayern, Berlin und Bremen stehen in Einsatzzeiten im Kinderfußball, samt der Rechnung, wie viel Spielzeit bei welcher Kaderzahl übrig bleibt.
Ich versuche deshalb, schon vor dem Spieltag festzulegen, wer welche Spieltage bestreitet, und möglichst nur mit einem Auswechselspieler anzureisen. Bei Heimspieltagen sind wir meistens ein paar mehr. So kann jede Familie ihren Samstag planen, auch ohne Fußball.
Eine Mindestspielzeit je Kind steht in keiner der Ordnungen, die ich gelesen habe, weder beim DFB noch in Hessen, Bayern, Berlin, Bremen oder Württemberg. Was der DFB nennt, ist ein Ziel: mindestens 75 Prozent Spielzeit für jedes Kind, so steht es im Trainingsheft des Verbands. Ein Ziel, keine Vorgabe. Als Maßstab für deinen Zettel reicht es.
Ein Samstag mit Uhrzeiten
Unser letzter Spieltag in der F-Jugend, Spätsommer, bei einem Verein im Hintertaunus:
| Wann | Was |
|---|---|
| 8:15 Uhr | Abfahrt |
| 8:45 Uhr | Ankunft. Der Spielplan hängt aus oder kommt per WhatsApp; ich hole mir einen Kaffee |
| bis 9:30 Uhr | In Ruhe umziehen, zum Warmmachen drei gegen drei auf einen Torwart. Der Veranstalter baut noch auf, die anderen Vereine kommen |
| 9:30 Uhr | Spielbeginn. Ein Verein ist nicht gekommen, also vier statt fünf: drei Spiele Vorrunde, drei Rückrunde, je zehn Minuten |
| in der Pause | Waffeln und Brezeln |
| nach dem sechsten Spiel | Kinder sitzen zusammen, ziehen sich um, essen die Reste. Ich gehe noch einmal durch die Kabine: Hosen, Jacken, Schoner, Kickschuhe |
| 12:30 Uhr | Zu Hause. Gut vier Stunden von Tür zu Tür für sechs Spiele à zehn Minuten |
Wir hatten zwei Rotationsspieler, die nach und nach reinkamen. Und als eine Mannschaft hoch führte, spielte die andere mit einem Kind mehr. Das ist die Regel in Hessen: ab drei Toren Unterschied ein zusätzlicher Spieler, bis der Abstand wieder kleiner ist. Ich warte damit nicht immer bis zum dritten Tor. Angesprochen wird man darauf: Von gegnerischen Eltern bin ich schon angebrüllt worden, warum wir jetzt hier ein Kind mehr auf dem Feld hätten. Ich habe da nicht besonders souverän reagiert.
Deine Aufgabe an so einem Vormittag ist Organisation, nicht Coaching: Wer spielt jetzt, wo steht ihr, wann seid ihr dran. Was Eltern dabei sehen und was sie am Rand fragen, steht in Kapitel 08 des Elternleitfadens. Und wenn ihr selbst Gastgeber seid, kommt der Aufbau dazu, anderthalb Stunden vorher; wie das bei uns läuft, steht im Artikel zum Spielfest.
Coaching ohne Ergebnisdruck
In der G- und F-Jugend wird kein Ergebnis festgehalten, und trotzdem stehst du da und willst etwas sagen. Sag Fragen statt Anweisungen: „Wo war noch einer frei?“ statt „nach links“. Die Frage beantwortet das Kind selbst. Bei der Anweisung hast du das für es erledigt, und beim nächsten Mal wartet es wieder auf dich.
Der Regelkatalog aus dem Training gilt am Samstag unverändert, für die Kinder und für deinen Ton am Rand. Der Katalog steht in Regeln, Ton und Grenzen.
Nachbereitung in fünf Minuten
Auf der Rückfahrt oder abends: drei Zeilen, was war. Wer hat gespielt, was hat funktioniert, was macht ihr am Dienstag. In vier Wochen weißt du es sonst nicht mehr, und dann wird jede Einheit neu erfunden.
Wenn ihr dauernd verliert: erst die Meldung prüfen
Der Teil, den du im November brauchst.
Wenn die Mannschaft in der falschen Klasse gemeldet ist, ist das keine Frage der Ansprache. Hessen teilt die Mannschaften nach gemeldeter Stärke in Meldeligen ein, ohne Auf- und Abstieg; wer sich dort zu hoch einträgt, bezahlt das ein halbes Jahr lang. Keine Rede gleicht eine falsche Einordnung aus, und der Versuch macht alles schlimmer. Was du dann tust und bis wann, steht in Wo deine Mannschaft gemeldet wird.
Zählen, was die Kinder beeinflussen können
Wenn es nicht an der Meldung liegt, brauchst du etwas anderes als das Ergebnis, um Fortschritt zu sehen. Zähl Dinge, die die Kinder in der Hand haben: wie oft ihr hinten sauber herausgekommen seid, wie viele Kinder in einem Spiel am Ball waren, wie lange ihr nach einem Gegentor gebraucht habt, bis wieder gespielt wurde. Das sind Zahlen, die am nächsten Samstag besser sein können, auch wenn das Ergebnis dasselbe ist.
Und sag nicht, das Ergebnis sei egal. In der G- und F-Jugend wird es zwar nirgends aufgeschrieben, in Hessen darf es nicht einmal ins DFBnet, und Württemberg lässt bei Bambini und F-Jugend keine Tabellen zu. Aber die Kinder zählen trotzdem mit, und zwar genau. Sie sagen dir nach jedem Spiel auf dem Weg zum nächsten Feld, wie es ausgegangen ist.
Was du stattdessen sagst, sind Sätze wie diese: „Das war heute schwer.“ „Ihr seid dreimal hinten rausgekommen, das war letzte Woche keinmal.“ „Nächsten Dienstag machen wir das nochmal.“ Keine Haltung, keine Rede, drei Sätze, und dann fahrt ihr nach Hause.
Woran du merkst, dass du verkrampfst
Das Wort bleibt leer, wenn nicht danebensteht, was es heißt. Vier Anzeichen, alle von außen sichtbar:
- Du coachst mehr statt weniger und rufst in Situationen hinein, die du sonst hast laufen lassen.
- Du wechselst nach Leistung statt nach Zettel und merkst es erst auf der Rückfahrt.
- Die Pausenansprache wird länger, obwohl kürzer besser wäre.
- Der Ton wird enger, ohne dass du lauter wirst. Das hören Kinder früher als Lautstärke, und es steht in keinem Ratgeber, weil man es sich selbst schlecht ansieht.
Die Kinder merken es sofort, und sie spielen danach schlechter. Verkrampfen ist Fehlersuche bei den Kindern unter Druck: Du wirst enger, weil du insgeheim denkst, die sollten das eigentlich können. Der Satz aus dem Kapitel über die Warteschlange gilt am Samstag genauso wie am Dienstag. Er ist dort nur schwerer, weil ein Ergebnis danebensteht.
Die vier Anzeichen passen auf ein Kärtchen fürs Handschuhfach, zum Lesen auf der Rückfahrt, bevor du aussteigst.
Die Situation, die den Samstag kippt
Sie hat einen festen Ablauf, und wer eine Saison am Rand gestanden hat, kennt ihn:
Die Mannschaft kommt hinten nicht heraus. Der Gegner läuft direkt am Tor an, der Ball geht verloren, das Tor fällt. Anstoß, dasselbe noch einmal. Nach dem vierten oder fünften Mal in Folge ist der Samstag gelaufen: Die Kinder trauen sich nicht mehr an den Ball, an der Linie wird es still oder laut, und irgendwann weint jemand.
Drei Gegenmittel, in dieser Reihenfolge.
Erstens: vor dem Spiel mit dem gegnerischen Trainer reden. Ein Satz reicht: „Wir sind gerade nicht so stark. Können wir vereinbaren, dass die Kinder hinten in Ruhe aufbauen dürfen?“ Das klingt nach einer Bitte und ist keine. Ich glaube nicht, dass irgendein Kindertrainer ein 11:0 will, und wer es vorher anspricht, nimmt dem anderen die Entscheidung ab, ob er seine Kinder zurückpfeifen soll, während es schon steht.
Zweitens: dasselbe anbieten, wenn du der Stärkere bist. Wer die Absprache nur einfordert und nie anbietet, bekommt sie beim nächsten Mal nicht. Der Satz an den anderen Trainer ist derselbe, nur umgedreht: „Wir lassen eure Kinder hinten in Ruhe aufbauen.“ Und deinen Kindern sagst du: „Lasst die anderen erst herauskommen.“ Das kostet nichts. Ein Tor aus einem abgefangenen Abstoß bringt deiner Mannschaft nichts bei.
Drittens: es im Training beibringen. Von hinten herausspielen ist eine Spielform aus dem Baukasten, und dass das Herausspielen über die Außen die eine taktische Ansage ist, die in diesem Alter schon geht, steht in Was in welchem Alter dran ist. Am Samstag ist es dafür zu spät.
Das ist zugleich das Gegenmittel gegen das Verkrampfen. Wer diesen Ablauf kennt, ruft in der zwanzigsten Minute nicht lauter, sondern hat vor dem Anpfiff dreißig Sekunden mit dem anderen Trainer geredet. Die Arbeit liegt vor dem Spiel, wie bei den Einsatzzeiten oben.
Die Rückzugsregel, und warum die Absprache trotzdem besser ist
Jetzt die Einschränkung, ohne die der Teil zu bequem wäre. Eine Rückzugsregel gibt es: Die verteidigende Mannschaft zieht sich nach einem Abstoß bis zu einer Linie zurück, damit die andere aufbauen kann. In der DFB-Jugendordnung steht sie nicht, sie steht bei den Landesverbänden, und jeder fasst sie anders, bei der Linie und bei der Frage, was passiert, wenn sich niemand daran hält.
Auf dem Platz habe ich sie in meinen Spielen selten erlebt: dass jemand darauf hingewiesen hätte, noch seltener, dass es etwas geändert hätte, und gepfiffen hat sie bei uns niemand. Deshalb funktioniert die Absprache unter Trainern besser als der Verweis auf das Regelwerk: Du erinnerst den Kollegen nicht an eine Vorschrift, du einigst dich mit ihm.
Und wenn nach dem sechsten verlorenen Samstag die Frage wiederkommt, warum du das eigentlich machst: Das ist die aus dem ersten Kapitel, Warum machst du das?, und sie stellt sich hier neu. Beantworte sie noch einmal, bevor du etwas entscheidest.
Den Eltern sagst du etwas, bevor sie es untereinander besprechen. Nach der zweiten oder dritten Niederlage in Folge, kurz, im Gruppenchat oder in fünf Minuten nach dem Training. Was du sagst und wie, steht in Eltern führen. Und die drei Sätze von oben kannst du ihnen gleich mitgeben, für die Autofahrt: Nach dem Spiel ist der Text dafür, du stellst ihn in den Elternchat.
Und wenn ihr dauernd gewinnt
Kürzer, aber es steht hier, weil es sonst nirgends steht.
Kinder lernen wenig in Spielen, die sie nicht fordern. Ein 11:0 ist für beide Mannschaften ein verlorener Samstag, und für deine ist es der schlechtere Handel: Der Gegner hat wenigstens etwas auszuhalten gelernt. Der Ton in der Mannschaft ändert sich außerdem. Kinder, die immer gewinnen, fangen an, über die anderen zu reden.
Was du tust: Aufstellung drehen und die Stärkeren hinten spielen lassen. Gegen den älteren Jahrgang trainieren. Und zur nächsten Runde höher melden, zurück zu Wo deine Mannschaft gemeldet wird.
Der Spieltag je Altersstufe
Der Spieltag ist je Stufe ein anderer, und der Zettel auch. Die Spalten zur Spielform und zum Ergebnis gelten so für Hessen (2026/27); der DFB gibt in Anhang IV den Rahmen vor, verbindlich seit der Spielzeit 2024/25, und dein Verband wählt daraus aus. Die Zettel-Spalte ist Erfahrung.
| Stufe | Spieltag | Ergebnis | Zettel |
|---|---|---|---|
| 3–4 Jahre (vor G) | kein Spielbetrieb; was Vereine darunter anbieten, ist Vereinssache | keins | keiner, alle spielen die ganze Zeit |
| 5–6 Jahre (G, Bambini) | Spielfest, drei gegen drei auf vier Minitore, bis zu sieben Runden zu höchstens sieben Minuten | keins, wird nicht festgehalten | nach Runden |
| 7–8 Jahre (F) | Spielfest, vier gegen vier auf vier Minitore oder fünf gegen fünf mit Torwart, bis zu sieben Runden zu höchstens zehn Minuten | keins festgehalten; die Kinder zählen trotzdem | nach Runden |
| 9–10 Jahre (E) | sechs gegen sechs mit Torwart auf Jugendtore, viermal 15 oder zweimal 25 Minuten, als Spielfest oder einzelnes Spiel | je Verband, in Hessen ohne Veröffentlichung | nach Vierteln oder Halbzeiten |
Die Situation, die den Samstag kippt, gibt es auf allen Stufen ab der G-Jugend. Der Unterschied ist, wie lange das Ergebnis bei den Kindern bleibt: Bei den Sechsjährigen höre ich die Frage danach selten, bei den Zehnjährigen ständig, und spätestens ab neun zählt jedes Kind selbst mit.
Der Zettel zum Mitnehmen
Die Materialliste für den Spieltag. Was darauf bei uns am häufigsten fehlt: Pumpe, Ersatztrikot, Handtuch, Müllbeutel, die Kontaktliste auf Papier.
- Trikots, vollzählig, plus ein Ersatztrikot
- Bälle zum Aufwärmen, Pumpe
- Aufstellungszettel mit den Einsatzzeiten, am Freitag ausgefüllt
- Erste-Hilfe-Tasche, Handtuch, Müllbeutel
- Wasser für die, die keines dabeihaben
- Pässe oder Spielberechtigungen, falls der Verein sie nicht mitbringt
- Kontaktliste auf Papier
Und für die Rückfahrt die vier Anzeichen: mehr gecoacht, nach Leistung gewechselt, längere Pausenansprache, engerer Ton.
Am Samstag stehen die Eltern daneben, und nach der dritten Niederlage reden sie. Wie du ihnen zuvorkommst, wie der erste Elternabend läuft und welche vier Aufgaben du dort vergibst, steht im nächsten Kapitel: Eltern führen.
Quellen zur Rotation und zu den Spielformen: Deutscher Fußball-Bund, Jugendordnung, Anhang IV, Stand 21. August 2026 („Rotation nach jedem Tor oder nach max. 2 Minuten“, Spielformen verbindlich seit der Spielzeit 2024/25, Spielprinzip „Erlebnis vor Ergebnis“), abgerufen am 19. September 2026. Hessischer Fußball-Verband, Allgemeine Durchführungsbestimmungen für die G-, F- und E-Junioren, Spielzeit 2026/27, Fassung vom 10. Juli 2026 (Rotationsprinzip, Spielerzahlen je Mannschaft, zusätzlicher Spieler ab drei Toren Rückstand, Meldeligen, Veröffentlichungsverbot für Ergebnisse und Tabellen im DFBnet), abgerufen am 19. September 2026. Bayerischer Fußball-Verband, Richtlinie Minifußball, Stand 17. April 2026 (Reihenfolge der Rotation). Württembergischer Fußballverband, Leitfaden Kinderfußball 2026/27, Stand Juli 2026, Abschnitt B (keine Ergebnislisten und Tabellen bei Bambini und F-Jugend). Zum Ziel von 75 Prozent Spielzeit: Deutscher Fußball-Bund, Trainingsphilosophie Deutschland, Fassung vom 14. Oktober 2024, Seite 65, abgerufen am 7. September 2026. Zur Rückzugsregel: Volltextsuche in der DFB-Jugendordnung ohne Treffer, geprüft am 28. August 2026; geregelt wird sie von den Landesverbänden. Die Uhrzeiten, der Zettel, die drei Sätze und die Absprache sind Erfahrung aus Patricks Training in der F-Jugend, keine Vorgabe des Verbands.
Häufige Fragen
Wie stelle ich im Kinderfußball fair auf?
Mit einem Zettel, den du am Freitagabend ausfüllst: eine Zeile je Kind, eine Spalte je Runde oder Halbzeit, ein Kreuz. Am Ende zählst du die Kreuze. In der G- und F-Jugend ist der Wechsel ohnehin eine Spielregel: Der DFB schreibt in seiner Jugendordnung „Rotation nach jedem Tor oder nach max. 2 Minuten“ vor, und die Landesverbände legen fest, wie das läuft. Bei uns haben die Kinder Rückennummern, aufgestellt wird nach den Nummern, und ich habe eine Stoppuhr.
Was sage ich den Kindern nach einer Niederlage?
Drei Sätze, dann fahrt ihr nach Hause: „Das war heute schwer.“ „Ihr seid dreimal hinten rausgekommen, das war letzte Woche keinmal.“ „Nächsten Dienstag machen wir das nochmal.“ Was du nicht sagst: dass das Ergebnis egal ist. Das glaubt kein Kind, und es entwertet, was sie gerade erlebt haben.
Darf ich vor dem Spiel mit dem anderen Trainer eine Absprache treffen?
Ja, und ein Satz reicht: „Wir sind gerade nicht so stark. Können wir vereinbaren, dass die Kinder hinten in Ruhe aufbauen dürfen?“ Eine Rückzugsregel gibt es in den Funino-Regeln vieler Landesverbände, aber auf dem Platz pfeift sie niemand. Die Absprache unter Trainern funktioniert besser, und sie funktioniert nur, wenn du sie auch anbietest, sobald deine Mannschaft die stärkere ist.
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