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Vereinsleben

Kinderfußball für Eltern

Ab wann, welcher Verein, was du kaufen musst, warum niemand mitzählt und was du am Spielfeldrand sagst: der Einstieg in den Kinderfußball für Eltern.

14 Min. Lesezeitvon

Gezeichneter Grundriss eines Kleinfelds von oben: vier Mini-Tore, aufgereihte Hütchen und Bälle vor dem Training

Das hier ist mein Leitfaden für Eltern. Darin steht, was ich selbst gern gewusst hätte, als ich meinen Sohn beim Fußball angemeldet habe. Jedes Kapitel gibt dir die Antwort in ein paar Sätzen. Wenn dir das nicht reicht, steht dahinter ein eigener Artikel, der in die Tiefe geht.

01 · Ab wann darf mein Kind spielen

Es gibt in meinen Augen kein zu früh. Fußball kann man ab dem zweiten Lebensjahr spielen, aber wir sind in Deutschland und es gibt natürlich Regeln.

Die Stufen tragen Buchstaben, die rückwärts laufen: G ist die jüngste, darüber kommen F, E und D. Bambini ist die G-Jugend, darunter gibt es beim Verband nichts mehr. Was Vereine für Drei- und Vierjährige anbieten, ist ein Angebot des Vereins und keine Altersklasse. Eingeteilt wird nach dem Geburtsjahr, Stichtag ist der 1. Januar. Für die Saison 2026/27 sieht das so aus:

StufeKürzelGeburtsjahrgängeSpielform
G-Jugend, auch BambiniG · U7/U62020 und jüngerSpielfeste, 2 gegen 2 oder 3 gegen 3
F-JugendF · U9/U82019 und 2018Spielfeste, 3 gegen 3 bis 5 gegen 5
E-JugendE · U11/U102017 und 2016Turniere, hier fängt der Ligabetrieb an
D-JugendD · U13/U122015 und 2014Meisterschaftsspiele, 7 gegen 7 bis 9 gegen 9

Was ich am häufigsten erklären muss, steht daneben: Der Verein rechnet nach dem Geburtsjahr, die Schule nach einem Stichtag im Sommer oder Herbst. Zwei Kinder aus derselben Klasse können deshalb in verschiedenen Mannschaften landen. Man kann das ansprechen. Bei mir spielt ein Kind mit seinen Schulfreunden, wenn es das will.

Die Buchstaben, die U-Zahlen und die Rechnung im Kopf: Die Altersstufen im Kinderfußball.

03 · Verein, Bolzplatz oder beides?

„Muss es der Fußballverein sein?“ Nein. Wenn es nicht passt, dann passt es nicht, und dann schafft man mit seinem Kind eigene Termine.

Der Verein hat feste Zeiten, eine Gruppe, die auch nach zwei Wochen Fehlen noch da ist, jemanden, der etwas erklärt, Spieltage und einen Platz mit richtigen Toren. Und er ist bequem: zwei Nachmittage in der Woche, an denen dein Kind versorgt ist. Das ist kein schlechter Grund.

Was der Verein nicht kann: Zwei Einheiten in der Woche, zwei Trainer, zwanzig Kinder. Wer besser werden will, wird dort nicht besser. Das freie Spiel im Hof oder auf dem Bolzplatz bringt mehr Ballkontakte und mehr Platz zum Ausprobieren. Nur entsteht es heute selten von allein, die Kinder müssen verabredet werden. Bei uns läuft das über eine WhatsApp-Gruppe.

Was der Bolzplatz dem Training voraushat und wie du ihn heute noch hinbekommst: Verein oder Bolzplatz.

04 · Den richtigen Verein finden

„Woran erkenne ich einen guten Verein?“ Am Schnuppertraining, in den ersten zwanzig Minuten. Du musst dafür nicht viel vom Fußball verstehen.

Ruf vorher an. Jeder Fußballer war mal ein Schnupperkind, die Frage überrascht niemanden. Kommt etwas früher, damit dein Kind nicht in eine Gruppe von fünfzehn hineinmuss. Und dann siehst du einfach etwas genauer hin: Wie viele Kinder stehen herum und tun nichts? Hat jedes Kind einen Ball? Wie lange redet der Trainer am Stück? Wird gespielt, oder wird die ganze Zeit geübt? Und wollte dein Kind bleiben, als es vorbei war?

Ich sehe mir auf einem fremden Gelände als Erstes an, wie viele Minitore am Zaun hängen. Wo genug davon sind, wird gespielt. Und übrigens: Kinder spielen lieber mit Freunden bei einem schwachen Trainer als ohne Freunde bei einem guten.

Am besten einfach in der Schulklasse oder im Kindergarten die anderen Eltern fragen, wer wo spielt.

Alle zwölf Fragen, die Gruppengröße und was du bei einer Warteliste tust: Den richtigen Verein finden: 12 Fragen ans Schnuppertraining.

05 · Anmeldung, Beitrag, Spielerpass, Versicherung

„Was unterschreibe ich da eigentlich?“ Meistens zwei Dinge: den Aufnahmeantrag für den Verein und den Passantrag für den Verband.

Im Aufnahmeantrag steht ein Häkchen für Fotos, und das liest du, bevor du es setzt. Du darfst es weglassen, einschränken und später zurückziehen. Was das Jahr kostet, sind Beitrag, Schuhe, Ball und Schoner, dazu Kuchen und Fahrdienst. Wenn Geld knapp ist, sag es. Unser Verein hat dafür einen Weg, und er steht nirgends auf der Seite.

Manche Vereine verlangen eine sportärztliche Untersuchung, unserer auch. Teuer ist sie nicht, aber der Termin ist das Problem, Kinderärzte sind voll. Ruf an, sobald klar ist, dass der Verein sie will. Über den Verein ist dein Kind beim Training, beim Spiel und auf dem Weg versichert. Das ist ein Grundschutz und ersetzt keine private Unfallversicherung.

Der Ablauf im Einzelnen, der Pass je Landesverband und was die Versicherung wirklich zahlt: Anmeldung, Beitrag, Spielerpass.

06 · Was du wirklich kaufen musst

„Schuhe, Ball, Tor: was davon?“ Sechs Dinge, und das erste, was du wissen solltest, ist, was nicht dazugehört.

  • Schuhe, passend zum Untergrund: Nocken für Rasen, Multinocken für Kunstrasen und Hartplatz, helle Sohle für die Halle
  • Schienbeinschoner, im Spiel Pflicht, bei uns auch im Training
  • Stutzen
  • Etwas zum Wechseln
  • Eine Trinkflasche
  • Einen eigenen Ball, in der G- und F-Jugend Größe 3 mit 290 Gramm

Das war es. Schnuppern geht in Turnschuhen. Das erste Paar Kickschuhe kaufst du am besten im Laden, weil Größen zwischen den Herstellern verschieden ausfallen und du auf keinem Foto siehst, ob ein Schuh drückt. Das Spieltrikot stellt der Verein.

Geldverschwendung ist der Markenball in Größe 5 für 100 Euro. Kinder fangen mit Größe 3 und 290 Gramm an, ein Champions-League-Ball hat Größe 5 und wiegt über 400 Gramm. Torwarthandschuhe sind ein gutes Geburtstagsgeschenk, kaufen musst du sie nicht.

Schuhe nach Untergrund und Passform, die Ballgrößen je Stufe, Schoner und Winterkleidung: Erstausstattung Kinderfußball.

07 · Der erste Spieltag

„Wie läuft das ab?“ Anders, als du es aus dem Fernsehen kennst. In der G- und der F-Jugend gibt es kein Spiel, sondern ein Spielfest: mehrere Vereine, viele kleine Felder nebeneinander, über den Vormittag viele kurze Spiele.

Am Abend davor packst du die Tasche: Kickschuhe, Schoner, Stutzen, eine Regenjacke unabhängig vom Wetterbericht, zwei Flaschen Wasser, ein Müsliriegel. In der G-Jugend packen wir das zu hundert Prozent für die Kinder. Dann in die WhatsApp-Gruppe sehen, dann ins Bett.

Unser letzter: F-Jugend, Spätsommer, ein Verein im Hintertaunus. Losgefahren um 8:15 Uhr, Spielbeginn 9:30 Uhr, um 12:30 Uhr standen wir wieder vor der Haustür. Sechs Spiele à zehn Minuten, dazwischen Waffeln und Brezeln, und am Ende sollte man immer noch mal durch die Kabine gehen, weil gerne was liegen bleibt.

Der ganze Vormittag von der Ankunft bis zum Abbau, samt dem Modus, nach dem die Mannschaften die Felder wechseln: Spielfest: der Ablauf für Eltern.

08 · Warum niemand mitzählt: die neuen Spielformen

„Wo ist die Tabelle?“ Es gibt keine, und das hat einen Hintergrund. Der neue Kinderfußball wird auf kleineren Feldern mit weniger Kindern je Mannschaft auf mehr Tore gespielt, und der DFB gibt vor, dass keine Tabellen mehr geführt werden.

A. In einem Spiel drei gegen drei passiert am Ball viel mehr als in einem sieben gegen sieben. Ein Kind wird durch Ballkontakte besser, und auf einem großen Feld mit vielen Mitspielern hat es kaum welche. Wer je gesehen hat, wie ein Siebenjähriger in der Abwehr eine halbe Stunde lang zusieht, weiß, wovon die Rede ist. Im Pilotprojekt des DFB fielen im drei gegen drei je Minute doppelt so viele Dribblings und mehr als doppelt so viele Tore wie im sieben gegen sieben.

B. Die fehlende Tabelle reduziert einfach den Druck, den Trainer und Eltern auf Kinder ausüben, erheblich. Selbst wenn man selbst als Elternteil eher relaxed ist, können sich viele Eltern dieser Anspannung nicht entziehen, und das verändert die Atmosphäre extrem negativ.

Wie das aussieht, was im Wortlaut gilt und warum nach jedem Tor gewechselt wird: Funino: was Eltern am Spielfeldrand sehen.

09 · Wie in Deutschland ausgebildet wird

Hinter dem, was am Dienstagabend auf dem Platz passiert, steht ein Konzept des DFB. Es heißt Trainingsphilosophie Deutschland, ist kürzer, als man erwartet, und läuft auf vier Dinge hinaus: Freude, Intensität, Wiederholung und mehrere Felder gleichzeitig.

Woran du das auf dem Feld erkennen solltest: Es wird viel gejubelt. Auf dem Spielfeld stehen viele Tore. Es steht keine Schlange. Alle Kinder berühren immer wieder den Ball. Und es laufen zwei oder drei kleine Spiele nebeneinander statt eines großen.

Soweit die Theorie… in der Praxis dürfen Trainer natürlich trainieren, wie sie das für richtig halten.

Oft bedeutet es aber auch, dass er allein mit vierzehn Kindern dasteht und niemand mit aufbaut. Da können Eltern etwas ändern, der Verband nicht.

Die vier Punkte im Einzelnen und der Weg vom Verband bis zum Vater mit Kurzschulung: Trainingsphilosophie Deutschland: was Eltern am Platz sehen.

10 · Die Seitenlinie: darf ich rufen?

„Was sage ich denn nun?“ Anfeuern ja, Anweisen nein. „Schön gemacht“ richtet sich an das Kind. „Nach links, spiel ab“ richtet sich an das Spiel, und das hat an der Linie nichts zu suchen.

Deine Anweisung ist von der Seite aus meistens falsch, und das ist kein Vorwurf. Du stehst dreißig Meter weg. Dein Kind hört seinen Namen, dreht den Kopf zu dir und verliert dabei den Ball. Drei Sätze gehen immer: „Nächster Ball.“ „Gut hinterher.“ „Ja, so.“ Wenn du eine vierte Sache rufen willst, ist es bei mir jedes Mal eine Anweisung.

Und dann die Autofahrt. Nach sechs Spielen sitzt dein Kind auf der Rückbank, und du diskutierst jetzt bitte nicht den einen Fehler aus Spiel drei. Auch „Hast du getroffen?“ zeigt ihm, was dir wichtig ist. Der beste Einstieg ist keine Frage: „Schön war‘s.“ Dann Schweigen. Nach einem guten Spieltag bricht es irgendwann von allein aus dem Kind heraus.

Was die anderen Eltern machen, der Schiedsrichter, der oft selbst fünfzehn ist, und die erste Frage im Auto: Was am Spielfeldrand hilft und was schadet.

11 · Wenn der Trainer schreit

Im Kinderfußball ist das Rumgebrülle leider immer noch eher die Regel als die Ausnahme. Wer an der Linie steht, macht das unbezahlt, nach der Arbeit, auch weil sich vielleicht sonst niemand gemeldet hat. Die Alternative zum brüllenden Trainer ist selten der bessere Trainer, sie ist häufig gar keine Mannschaft.

Ein Ehrenamt erklärt einen Ton, es rechtfertigt ihn nicht, und ich finde nicht, dass Kinder ihn aushalten müssen, nur weil der Trainer es umsonst macht. Meine Erfahrung ist unbequem: Ungefähr die Hälfte der Trainer, die ich am Spieltag sehe, coacht lautstark von außen mit, auch die, die sich das vorher ausdrücklich vorgenommen hatten.

Laut, leise oder nur der Samstag, und was du tust, ohne dass es auf dein Kind zurückfällt: Wenn der Trainer schreit: was Eltern tun können.

12 · Wie viel ist gesund?

„Ist das zu viel?“ Für G, F und E ist zweimal Training plus ein Spieltag der Normalfall. Aber die Fußballeinheiten sind selten die ganze Rechnung. Ein sportliches Kind spielt in jeder Pause, im Hof und vor dem Abendessen und kommt so auf sieben oder acht Einheiten in der Woche, ohne dass jemand groß mitzählt.

Das größere Problem ist bei uns die Uhrzeit. Training ist abends, nach der Schule und oft nach dem Ganztag. Die Kinder kommen müde an und haben Hunger, und beides zusammen macht sie gereizt. Eine Kleinigkeit zu essen auf dem Weg löst mehr als eine Einheit weniger. In der F-Jugend habe ich noch keine Überlastung gesehen. Kinder in dem Alter hören auf und legen sich hin, wenn sie nicht mehr können.

Schmerzen, die immer an derselben Stelle sitzen, während der Belastung kommen und über Wochen bleiben, gehören natürlich zur Kinderärztin. Wachstumsschmerzen kommen abends, wechseln die Seite und sind am Morgen weg.

Die Woche als Ganzes, Essen und Trinken am Spieltag und woran du Überlastung bemerkst: Wie viel Training tut Kindern gut?.

13 · Mein Kind will nicht mehr

„Und jetzt?“ Erst zuhören, dann reden. Es gibt drei häufige Gründe, aber Kinder können sie nicht erklären. Sie sagen: „Ich hab keine Lust.“

Zu viel Druck erkennst du am Zeitpunkt: Es fängt am Freitagabend an, nicht am Dienstag, und der Druck kommt leider oft aus dem Auto. Hinter „kein Spaß“ steckt meistens etwas Soziales, der Freund ist gewechselt oder das Kind wird beim Mannschaftenwählen zuletzt gerufen. Kein Fortschritt ist der Grund, den Eltern am seltensten vermuten: Ein Neunjähriger merkt genau, dass er seit einem Jahr nicht besser wird, während zwei andere davongezogen sind.

Ein Vereinswechsel hilft, wenn das Problem am Ort liegt, die Gruppe, der Trainer, die Entfernung. Liegt es am Fußball, stehst du in vier Monaten woanders wieder genauso da. Und aufhören ist erlaubt, nur ordentlich: Sag es dem Trainer selbst, nicht über den Elternchat.

Wie du die drei Gründe auseinanderhältst, was mit den Einsatzzeiten ist und wann ein Wechsel wirklich hilft: Mein Kind will nicht mehr zum Fußball: was jetzt?.

14 · Ist mein Kind talentiert?

„Ist mein Kind gut?“ Mit sechs oder sieben kann das niemand seriös beurteilen, kein Trainer, kein Scout, kein ehemaliger Profi. Sichtbar sind Ballgefühl, Bewegungsfreude und Spielverständnis, aber daraus eine Prognose abzuleiten ist extrem schwer, weil sich die Kinder in einem Jahr so stark verändern.

Dazu kommt der Geburtsmonat. Kinder, die im Winter und Frühling geboren sind, sind im Jahrgang größer, bekommen mehr Einsatzzeit und mehr Aufmerksamkeit, und damit auch die Einladungen zum Fördertraining. An den DFB-Stützpunkten sind bei den U12 gut 34 Prozent im ersten Quartal geboren und knapp 16 Prozent im vierten. Wenn dein Kind im November geboren ist und im Jahrgang hinterherhängt, hast du eine mögliche Erklärung.

Was man mit sieben sehen kann, der Geburtsmonatseffekt mit Zahlen, und was Sichtung und NLZ überhaupt bedeuten: Ist mein Kind talentiert?.

15 · Und wenn mein Kind nicht talentiert ist?

„Und wenn nicht?“ Dann geht es ihm wie den allermeisten Kindern in meiner Mannschaft, und das ist der Normalfall. Sie werden nie in einer Auswahl spielen, und sie spielen trotzdem zehn Jahre lang Fußball. Dabei lernt dein Kind etwas, das man erst in der Rückschau sieht: in einer Gruppe zu Hause zu sein, in der es nicht der Beste ist.

Der Ehrgeiz am Spielfeldrand ist häufiger der der Eltern als der des Kindes. Man sieht es daran, wer im Auto die Gespräche eröffnet. Ich weiß, wovon ich rede, ich bin nicht nur Trainer-Papa, ich bin auch Trainer-Mann mit einer sehr kompetitiven Frau. Es gibt Kinder, die im Verein bleiben, nie besonders gut werden und mit siebzehn immer noch hingehen. In keiner Statistik taucht das als Erfolg auf. Es ist aber einer in meinen Augen.

Was Fußball einem Kind gibt, das nie in einer Auswahl spielt, und woran du merkst, dass die Mannschaft nicht mehr passt: Und wenn mein Kind nicht talentiert ist?.

16 · Ich möchte, dass mein Kind besser wird

„Wie wird mein Kind besser?“ Die Antwort ist einfach. Zwei Einheiten in der Woche sind zusammen rund zwei Stunden Sport, geteilt durch zwanzig Kinder. Meine Meinung, und sie steht hier ausdrücklich als Meinung: Viel hilft viel. Richtig gute Kinder wollen sechs- bis neunmal die Woche Fußball spielen, und wenn du dein Kind fördern willst, musst du hinbekommen, dass es das will UND dass es die Gelegenheit dazu hat.

Wie du dabei bist, ohne zu trainieren: nicht korrigieren, nicht zählen, nicht bewerten, nicht ansagen, was als Nächstes geübt wird. Mitspielen statt anleiten. Das Nicht-Korrigieren ist brutal hart, weil Sechsjährige verrückte Dinge ausprobieren, von denen jeder sieht, dass sie schiefgehen.

Und genau in diesem Moment muss man dann sagen: „Coole Idee. Hopp nochmal.“

Ein Privattrainer taugt als Ersatz für Ballzeit nichts. Als zusätzlicher Reiz kann er etwas bringen, ich habe das oft genug gesehen, und aus demselben Grund halte ich Fußballcamps für eine gute Sache.

Was zu Hause hilft, was nichts bringt und wie du übst, ohne zu trainieren: Fußball üben zu Hause.

17 · Wo du weiterliest

Drei Wege, je nachdem, warum du hier bist.

Wenn du gefragt worden bist, ob du eine Mannschaft übernimmst, geht es im Leitfaden Kinderfußball für Elterntrainer weiter. Die Frage kommt früher, als du denkst. Wer heute an der Linie steht, wird in zwei Jahren gefragt.

Wenn du ein Camp oder eine Fußballschule suchst, sieh ins Verzeichnis. Für die Ferien ist der Einstieg Fußballcamps. Camps werden früh gebucht, meistens im Januar für den Sommer, und das erfährt man einmal zu spät.

Und wenn du bis hierher gelesen hast: Das meiste davon brauchst du nie. Der Kinderfußball ist im Alltag eine unkomplizierte Sache, bei der zweimal die Woche jemand mit einer Tasche losfährt und gut gelaunt wiederkommt. Die Kapitel oben sind für die Wochen da, in denen das nicht so ist.

Die Quellen, auf denen dieser Text steht, liegen unter Wissen, die Begriffe unter Fußballwissen von A bis Z. Wenn dir etwas auffällt, das nicht stimmt, sag es. Korrekturen bleiben hier sichtbar stehen.

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